Dorn-Wirbeltherapie

Es ist nie zu spät für einen gesunden Rücken

Martin Eckert und Dieter Dorn (rechts)

 

Was ist die Dorn-Methode?

Die Methode Dorn ist eine der wirksamsten Therapien bei chronischen Gelenkproblemen und Rückenbeschwerden. Sie ist  hocheffektiv, risikolos und vollkommen frei von Nebenwirkungen. Es handelt sich dabei um eine sanfte Methode zur dauerhaften Korrektur von Blockaden und Fehlstellungen bei Wirbeln und Gelenken. Benannt ist die Methode nach dem Begründer Dieter Dorn, einem Bauern aus dem Allgäu, der diese uralte volksmedizinische Behandlungsmethode bereits vor über 30 Jahren einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht hat.

 

Beckenschiefstand - Häufige Ursache für Rückenbeschwerden

Fast alle Patienten, die wegen Rückenproblemen einen Dorn-Therapeuten aufsuchen, scheinen unterschiedlich lange Beine zu haben. Tatsächlich sind jedoch die Beine fast immer gleich lang. Der sichtbare Längenunterschied resultiert aus einer Fehlstellung im Hüftgelenk oder einer Beckenverwringung, was in der Folge einen Beckenschiefstand verursacht. Eine Vielzahl von Hüft- oder Wirbelsäulenproblemen geht ursächlich mit einem Beckenschiefstand einher, bzw. resultiert erst aus diesem. Bei der Dornmethode steht die Beseitigung einer solchen Fehlhaltung daher an erster Stelle. Denn wird nicht innerhalb kurzer Zeit eine Korrektur vorgenommen, beginnt die Wirbelsäule, gesteuert durch das Kleinhirn, den Kopf in die Mitte des Körpers zu bringen, indem sie die Fehlstellung des Beckens durch eine Abweichung nach der Seite ausgleicht (dies kann in chronifizierter Form zu einer Skoliose führen). Dadurch wird auch das Blockieren einzelner Wirbel zur Seite hin begünstigt. Die mittel- und langfristige Folge können Rücken- und Hüftbeschwerden unterschiedlicher Art sein. Auch eine sehr schmerzhafte Blockade des Kreuz-Darmbeingelenkes (medizinisch ISG=Iliosakralgelenk) kommt häufig vor.

 

Wie läuft eine Dorn-Behandlung ab?

Im Gegensatz zur chiropraktischen Anwendung, bei der lediglich der vom Schmerz betroffene Bereich des Rückens Behandlung erfährt, wird bei der Dornmethode nicht nur der gesamte Rücken eingerichtet, sondern es wird auch dafür gesorgt, dass dies auch zukünftig so bleiben kann.

Nach einem Informationsgespräch über die Hintergründe der Beschwerden steht am Anfang der Behandlung die Überprüfung und gegebenenfalls Korrektur der Beinlängen. Dabei werden alle Beingelenke –Sprunggelenke, Kniegelenk, Hüftgelenk- untersucht und Fehlhaltungen sanft korrigiert. So wird der Schiefstand des Beckens effektiv beseitigt und damit die Grundlage für einen geraden Rücken geschaffen. Dann erfolgt die Korrektur des Kreuzbeines, das zwischen den Hüftknochen die Basis für die Wirbelsäule bildet. Zwischen Kreuzbein und Beckenknochen entstehen sehr häufig Blockaden im Kreuz-Darmbeingelenk (ISG), die sehr schmerzhaft sind, oft über den Ischiasnerv ins Bein ausstrahlen (und zuweilen als Bandscheibenvorfall-Schmerz fehlgedeutet werden!). Ist an dieser Stelle die Korrektur durchgeführt, wird anschließend die gesamte Wirbelsäule rechts und links der von außen sichtbaren Dornfortsätze sorgfältig mit beiden Daumen abgetastet. Dabei werden Blockaden und Fehlstellungen der einzelnen Wirbel aufgespürt und durch sanften Druck – in der Bewegung des Patienten- korrigiert. Das Abtasten erfolgt Wirbel für Wirbel und von unten nach oben, also vom fünften Lendenwirbel bis zum ersten Halswirbel, dem Atlas. Nachdem die ganze Wirbelsäule auf diese Weise abgetastet wurde, zeigt der Therapeut dem Patienten gegebenenfalls, wie er nicht nur seine Beingelenke, sondern auch die Gelenke an Armen und Fingern selbst einrichten kann. Zum Abschluss der Behandlung unterweist der Therapeut den Patienten in leicht durchzuführenden Selbsthilfeübungen, die eine erneute Fehlstellung vermeiden helfen.

 

 

Gibt es Risiken?

Im Gegensatz zur Chiropraktik ist die Dornmethode sanfter und sicherer, weil sie in der Eigenbewegung des Patienten durchgeführt wird. Der Therapeut arbeitet mit dem Patienten eng zusammen. Während dieser mit Armen oder Beinen schwingt bzw. den Kopf leicht rotiert, löst der Behandler durch sanften Druck Blockaden und Fehlstellungen auf. Somit arbeitet der Therapeut nicht gegen, sondern im Einklang MIT der Muskulatur des Patienten. Es wird weder ein "Knacksen" hervorgerufen, noch wird der Therapeut mit brachialer Gewalt oder ruckend am Patienten arbeiten. Es ist ganz im Gegenteil von entscheidender Bedeutung, dass der Behandler sehr genau auf den Patienten eingeht und die Behandlung nur soweit ausführt, wie der Patient diese annehmen möchte. Ein Verletzungsrisiko ist somit genauso ausgeschlossen wie eine Überdehnung der Bänder, was bei einem chiropraktischen Eingriff nicht immer vermieden werden kann.

 

 

Wer kann sich behandeln lassen?

Altersgrenzen gibt es für die Dornmethode nicht. Dieter Dorn behandelt sowohl Kinder im Säuglingsalter als auch Menschen, die das neunzigste Lebensjahr weit überschritten haben.

Fest steht: Mit der Dornmethode haben gut ausgebildete Therapeuten ein "Handwerkszeug" zur Verfügung, mit dessen Hilfe sie sowohl erwachsenen Menschen als auch Kindern mit Rücken- oder Gelenkproblemen sehr einfach, sanft, ungefährlich und ohne Medikamente und Nebenwirkungen helfen können.

 

Zusammenhänge zwischen Wirbeln und Organen

Das Rückenmark besteht aus Nervenbahnen, die in ständigem Austausch mit dem Gehirn stehen. Diesem System entspringen die Spinalnerven, die jeweils "ihr" ganz bestimmtes Organ mit Informationen vom Gehirn versorgen. Die Spinalnerven treten jeweils seitlich durch die Zwischenwirbellöcher aus und verzweigen sich im Körper bis in die Peripherie. Voraussetzung dafür ist jedoch, daß das entsprechende Zwischenwirbelloch groß genug ist und die Nerven genügend Platz haben. Bei Wirbelblockaden kommt es manchmal zu einer Verengung dieser Austrittslöcher. Schon eine geringfügige Fehlstellung eines Wirbels oder des Kreuzbeins kann die Nerven bereits irritieren. Eine längerfristige Irritation führt meist zu chronischen Beschwerden, während eine starke Komprimierung zum Beispiel den berüchtigten Ischias-Schmerz auslöst oder zu einem Hexenschuss führt.

Da sich die Spinalnerven recht eindeutig "ihren" jeweiligen Organen zuordnen lassen, für die sie zuständig sind, konnte Dr. Cerney, ein amerikanischer Arzt, einen Zusammenhang zwischen bestimmten Krankheitsbildern und den Wirbeln der zugehörigen peripheren Nerven feststellen. Blockaden im Bereich des sechsten Brustwirbels führen häufig zu Magenbeschwerden. Ist der dritte Lendenwirbel blockiert, führt dies oft zu Blasenproblemen. Leichtfertigkeit im Umgang mit möglicherweise lebensbedrohlichen Vorgängen ist jedoch keinesfalls angezeigt, wie das Beispiel des zweiten Brustwirbels deutlich macht: Blockaden in diesem Bereich können zu Beschwerden führen, die "echten" Herzbeschwerden zum verwechseln ähneln. Eine gründliche ärztliche Abklärung ist dann unumgänglich. Bleiben die klinischen Untersuchungen ohne Befund und bescheinigt der Arzt dem Patienten trotz der Beschwerden eine gute körperliche Gesundheit, dann erst sollte man auch eine Wirbelblockade als Ursache für die Beschwerden in Erwägung ziehen. Ist dies der Fall, haben die Beschwerden ihren Grund in einer Störung der nervösen Versorgung des Herzens, ausgelöst durch eine Irritation des zugehörigen peripheren Nervens. Wer "austherapiert" ist, und immer noch organische Beschwerden hat, die sich klinisch nicht zuordnen lassen, der kann über eine Behandlung nach der Dornmethode nachdenken, denn laut den Erfahrungen von Dieter Dorn haben bis zu 70% aller Beschwerden ihren Ursprung an der Wirbelsäule.

 

Verbindungen zwischen Wirbelsäule und Organen